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Praxis Dr. med. Karl Dörr


Harnwegsinfektion und Blasenentzündung (Zystitis)



Was ist eine Harnwegsinfektion oder Blasenentzündung?

Als Harnwegsinfektion wird eine Entzündung der ableitenden Harnwege (Nierenbecken, Harnleiter, Harnblase, Harnröhre) bezeichnet. Meist wird diese durch Bakterien, vor allem Darmbakterien, hervorgerufen. Man unterscheidet eine untere (Harnröhren- bzw. Blasenentzündung = Zystitis) von einer oberen Harnwegsinfektion (= Nierenbeckenentzündung).



Mehr Information zur Nierenbeckenentzündung





Warum bekommt man eine Harnwegsinfektion?


Harnwegsinfektionen treten zunächst häufiger im Säuglings- und Kleinkindalter auf, im Erwachsenenalter leiden vor allem Frauen daran. Bei Männern treten sie meist erst in höherem Alter auf, Grund dafür ist die häufige Vergrößerung der Prostata.

Es gibt eine Reihe verschiedener Ursachen für diese Erkrankung:

Oft ist eine falsch ausgeführte Hygiene die Ursache für Harnwegsinfekte. Frauen und Mädchen sollten sich immer von der Scheide in Richtung des Afters abtrocknen, und niemals in die Gegenrichtung. Dadurch verhindert man das Eindringen von Bakterien vom Darm in die Harnröhre.



Auslöser sind oft Unterkühlung oder sexuelle Aktivität (gehäuftes Auftreten in den Flitterwochen - "Honeymoon-Zystitis").
Harnabflussstörungen (Harnsteine, vergrößerte Prostata, Verengung der Harnröhre, Rückfluss von Harn in die Harnleiter, Geschwülste etc..)
Stoffwechselerkrankungen (Zuckerkrankheit, Gicht usw. )
Schwangerschaft
Abwehrschwäche
Missbrauch von Schmerzmitteln


Verschiedene Keime haben es durch die oben angeführten Gründe leichter, sich in den Harnwegen zu vermehren und Entzündungen hervorzurufen.



Mehr Information zur gutartigen Vergrößerung der Prostata





Welche Symptome treten bei einer Harnwegsinfektion auf?

 

Eine Harnblasenentzündung (Zystitis) macht sich bemerkbar durch:



Erschwerte (Dysurie) und schmerzhafte Blasenentleerung (Algurie)
Häufiger Drang zum Wasserlassen, geringe Harnmengen (Pollakisurie)
Schmerzen über dem Schambein
Schmerzen in der Nierengegend und Fieber weisen auf Beteiligung der Nieren hin (Nierenbeckenentzündung)






Wie diagnostiziert der Arzt eine Harnwegsinfektion?


Er fragt Sie zunächst nach Ihren Beschwerden und dem zeitlichen Ablauf.
Er untersucht Ihren Urin auf Bakterien, weiße und rote Blutkörperchen.
Vielleicht ist auch eine Blutuntersuchung (Blutbild) erforderlich. Es werden die Nierenwerte ermittelt und ein Blutbild erstellt.
Weitere Möglichkeiten sind Ultraschalluntersuchungen (Sonographie) und Kontrastmittelröntgen (Urographie).


Zur Harnuntersuchung benötigt man den sogenannten "Mittelstrahlurin". Der erste Harnstrahl, der noch nicht gesammelt wird, durchspült die Harnröhre. Danach uriniert die Patientin in einen sterilen Behälter. Auf diese Weise wird das Untersuchungsergebnis nicht verfälscht.



Mehr Information zur Ultraschalluntersuchung
Mehr Information zur Ausscheidungsurographie





Wie behandelt man Blasen- und Harnwegsinfektionen?


Viel trinken. Manchmal heilt eine Blasenentzündung allein dadurch aus.
Abhängig von der Schwere der Entzündung und den Begleitumständen wird der Arzt ein Antibiotikum verordnen. Bei unkomplizierten Blasenentzündungen genügen oft 3 Tage Therapie, bei Nierenbeteiligung ist eine 2-wöchige Behandlung notwendig. Zur Linderung der Beschwerden dienen krampflösende Präparate oder Schmerzmittel.
Es ist wichtig alle Harnabflussstörungen oder Faktoren, die eine Harnwegsinfektion begünstigen, auszuschalten.






Was können Sie selbst zur Vorbeugung?


Sie sollten viel trinken, um die ableitenden Harnwege gut durchzuspülen.
Das Wasserlassen unmittelbar nach dem Geschlechtsverkehr spült die Harnröhre aus, und entfernt übertragene Bakterien.
Beim Wasserlassen ist es wichtig, die Blase ganz zu entleeren. Vorgebeugtes Sitzen auf der Toilette verhindert eine totale Entleerung der Blase.
Warme Bekleidung am Unterleib schützt vor einer Blasenentzündung.






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